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10 Tracks zum nächsten PR – Thomys Trainingsmusik

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"Eminem 1 - Lollapalooza 2011" by "- EMR -" (CC BY 2.0)

Nach Rupperts 10 Ausrasten-beim-Training-Tracks folgen nun meine. Dazu musst Du wissen, dass ich eine sehr durchwachsene musikalische Vergangenheit habe. Mal ein Verfechter des Rocks, dann ein Minimal-Liebhaber, wieder die Kehrtwende zum Radikalen Metal-Fan und zu guter letzt zum fetten Hip-Hop-Homie. Mittlerweile befinde ich mich irgendwo zwischen diesen ganzen Dingen + den ganzen Rest. Kurz: ich höre so ziemlich alles.

Ein Lied sie zu knechten, sie alle zu finden. Ins Dunkle zu treiben und ewig zu binden!

Ich warne Dich schon einmal vor: Rob Bailey & the Hustle Standard haben es leider nicht in meine Aufzählung geschafft, obwohl die Musik optimal für eine Trainingssession ist. Ohnehin habe ich garantiert einige Interpreten vergessen… Da Ruppert und ich uns so schwer tun mit geiler Musik orientiere ich mich an seiner Herangehensweise und liste die Songs ohne bestimmte Reihenfolge auf. So habe ich versucht Elektro mit Rock, Hip-Hop und Metal zu mixen. Viel Spaß mit meinen 10 Lieblingstracks!

#1 Instrumental Core – The Angels Among Demons

Für den ein oder anderen vielleicht schwer zu verstehen, aber dieses Lied vereint so einiges, was ich an Trainingsmusik liebe. Der Chor-Anteil, der auffällig eingemixt wurde, gibt perfekte Punkte zum Starten eines Satzes an. Der Beat an sich ist aggressiv und episch zugleich. Der Anfang des Liedes lässt sich Zeit – somit kann man problemlos genug Konzentration aufbauen um anschließend zu explodieren. Das war übrigens mein #1 Track bei der „Press“. Eine weitere Sahneschnitte von Instrumental Core ist „Fight with Brothers“ (und zack – geschummelt!).

#2 Eminem – Survival

Der beste Deadlift-Track der Welt. Eminems Stimme ist in der Grundkonstante ja schon extrem geil zum Trainieren. Was er aber in diesem Lied mit ihr macht ist wahnsinnig aggressiv. Sobald die freundliche Dame im Refrain los legt, weiß man auch um was es beim Kreuzheben geht: Survival of the fittest. Zieh das Ding nach oben oder stirb. Wie man sieht lebe ich noch – ha!

#3 Nazar – Narkose

Steroidnacken am Anfang, halbnackte Frauen und der krank-arrogante Nazar im Video. Seine Stimme und seinen Flow muss man nicht unbedingt mögen. Aber irgendetwas an diesem Track macht mich verdammt aggressiv. Vielleicht ist es seine derbe bescheuerte Betonung von „singt“ und „klingt“? Fun-Fact: ich besitze von Nazar maximal 4 Tracks und er hat es dennoch in die Liste meiner Top Trainingsmusik geschafft.

#4 Eluveitie – Inis Mona

Dieser Song entstammt aus meiner Fahrschulzeit. Mein Fahrlehrer, der übrigens der jüngste Fahrlehrer der DDR war, liebte Folk-Rock, Metal und Co. Die prägnanteste Erinnerung an diese Zeit war eine Ampelphase in meinen ersten 3 Fahrstunden. Die Ampel wurde grün, ich fuhr langsam an (wie es Anfänger nun mal machen), er sagte „FÜßE WEG!“, griff ins Lenkrad und drückte den Diesel maximal durch. Danach sagte er ganz ruhig „die Grünphase hier ist immer etwas kurz, da muss man schnell reagieren“. Sein Fahrstil orientierte sich definitiv an seiner bevorzugten Musik.

#5 Los – What’s Good

Yoooooo! Jonnie Candito brachte mich zu diesem wundervollen Stück amerikanischer Rapmusik. Die ersten Sätze Kniebeuge lassen sich damit gut gestalten oder aber typische „Pumper-Übungen“ wie Bizepscurls, Bankdrücken oder Übungen am Kabelzug.

#6 Seether – 69 Tea

Jacko333100 brachte mich zu diesem Song. Ganz genau. Das Enfant Terrible der deutschen Fitness-Youtuber-Szene. Viel gibt es dazu nicht zu sagen. Das Lied eignet sich für sämtliche Übungen mit Kurzhantel, Langhantel, Kettlebell, Körpergewicht…

#7 System of a Down – ATWA

Was habe ich diese Band geliebt. Genauso gut hätten hier „Chop Suey!“, „Violent Pornography“, „B.Y.O.B.“ oder „Sad Statue“ landen können. Warum ATWA genannt wird, ist ganz einfach. Zu diesem Song hatte ich mein bisher schmerzhaftestes und schönstes Erlebnis im Kraftsport.

Ich habe damit das erste mal mit 90kg Bankdrücken ausgeführt (eine Wiederholung natürlich). Da ich ein chronischer „Zähne-Knirscher“ beim Training bin, war das schwere Gewicht vielleicht zu viel des Guten. Ich hab dermaßen geknirscht, dass ich unglaubliche Schmerzen hatte und Ibuprofen in hohen Dosen auch nichts mehr half. Der Zahnarzt verschrieb mir ein Schmerzmittel, was normalerweise Krebspatienten bekommen und meinte, er hätte noch nie erlebt, dass sich jemand selbst den Zahn dermaßen in den Kiefer drückt, dass er abstirbt.

Ich kann beruhigt sagen: nach diesen unglaublich schmerzhaften Wochen erholte sich der Zahn langsam und ist nun (nach über 2 Jahren) wieder voll funktionstüchtig.

#8 A Day to Remember – Sticks & Bricks

Das aggressivste Lied überhaupt in meiner Liste. Solche Bands hab ich noch nie in meinem Leben gehört. Da ich aber mit einem Anhänger der Freak-Musik, wie ich sie liebevoll nenne, befreundet bin, bat ich ihn vor einiger Zeit mir eine kleine Selection zusammenzustellen. Mit diesem Teil traf er ins Schwarze und er revolutionierte meine Wut beim Kreuzheben! Die einzige Gefahr: man läuft Gefahr die Kontrolle über die Technik zu verlieren. Danke Marcel!

#9 Nero – Innocence

In der Anfangszeit inspirierte mich eine Person besonders: Zyzz. Einige von euch werden ihn sicherlich kennen. Es war nicht unbedingt sein Körper, sondern die Geschichte, die sie hinter dem Menschen erbauten. Und er liebte elektronische Musik. Doch nur ein einziger Song hat sich über seinen Tod hinweg bis in meine Playlist gehalten. Vielleicht reicht aber auch dieser eine Song, um die anfänglichen „Feelings“ erneut zu erwecken. Zwei weitere Tracks aus der „Zyzz-„Ära: Professor Green – Monster und John O’callaghan feat. Sarah Howells – Find Yourself.

#10 Black Stone Cherry – Blame it on the Boom Boom

Erneut von Jacko333100, dem alten Kongo Bongo Fitnessmongo, überliefert worden. Ebenfalls einfach nur ein geiler Track zum Training. Rock deckt einfach alles ab, was Training ausmacht: Energie, Härte und ein geiler Flow.

Noch einen starken Tag,
Thomy

PS: Ich würde mich über DEINE Lieblingstracks freuen. Ich bin immer auf der Suche nach neuem „Shit“.

PPS: Rupperts Nummer 7, Blood for Blood, hat es übrigens ebenfalls in meine Workout-Playlist geschafft und würde aktuell zu 100% in dieser Liste auftauchen. Da sie Ruppert aber schon drin hatte, habe ich bewusst darauf verzichtet.


 

title photo „Eminem 1 – Lollapalooza 2011“ by „- EMR -“ (CC BY 2.0)


2 Gedanken zu „10 Tracks zum nächsten PR – Thomys Trainingsmusik

  1. Hey Thomy!
    Schöne Liste. Und vor allem geil, da ich Black Stone Cherry bisher fast nirgendwo im deutschsprachigen Raum gesehen habe, die aber sehr feier. Was hälst du von Three Days Grace:

    „Animal I have become“ (Der Titel eignet sich für Kraftsportler genial!):
    https://www.youtube.com/watch?v=6QlvsSmeC8A

    oder auch „I hate everything about you“ (Für die Frusttage!):
    https://www.youtube.com/watch?v=mbwtclXWfgU

    Die könnten in deine Richtung gehen!

    Gruß,
    Ben

    1. „Animal I have become“ ist natürlich ein Klassiker! Der ist glatt in Vergessenheit geraten – ich wusste es 😀

      Three Days Grace haben auch hervorragende Songs zum Trainieren! Danke Dir für den Tipp!

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