FitnessMotivation

Eine simple Denkweise für Gesundheit und bedeutungsvolle Resultate

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Dein persönlicher Fitness Kompass

Insbesondere in seinen Zertifizierungskursen spricht Martin Rooney, weltbekannter Trainer und Gründer des „Training For Warriors“ Systems, gerne von einem Kompass. Einem Kompass aus fundamentalen Werten und Normen, der einem Menschen helfen soll, im Leben Kurs zu halten. Eine schöne Sache, so ein Kompass.

Auch im dichten Wald während meiner Bundeswehrzeit war ein Kompass gern gesehen. Denn was tut der Kompass letztlich vor allem? Er verhindert, dass du Zeit und Energie verplemperst, um in eine völlig falsche Richtung zu laufen!

Einen sehr nützlichen Kompass für alles, was mit deinem Training zu tun hat, hat Max Shank (Master RKC) uns an die Hand gegeben. Selber ein sehr vielseitiger Athlet, lebt Max Shank seine Botschaft vor: Er betont permanent die Wichtigkeit der Qualität (anstelle der bloßen Quantität (Gewicht, Volumen etc.)) von Bewegung, um Fitnessziele zu erreichen. In meiner eigenen Arbeit mit Klienten habe ich sehr gute Erfahrungen mit dieser Schwerpunktsetzung gemacht – selbst der kleinste Erwärmungsdrill liefert plötzlich ganz andere Ergebnisse, wenn man sich entsprechend um Qualität bemüht.

Max Shank erinnert uns, dass wir (höchstwahrscheinlich) Menschen sind, deren höchstes Ziel im Leben nicht unbedingt die sportliche Leistungsfähigkeit ist – und unser Training deshalb klugen Prioritäten unterliegen muss.

Da er selber das ganze viel griffiger formuliert als ich das jemals könnte, geht es ohne weitere Worte los:

Text im Original von Max Shank, Master RKC

Fitness, Gesundheit und Leistungsfähigkeit

„Was ist überhaupt das Hauptziel des Trainings?

Die Antwort lautet, dass es dabei immer auf das Individuum ankommt. Dennoch werden die meisten von uns in die „Gesundheitskategorie“ fallen. „Die meisten von uns“ meint jeden, der nicht seinen Lebensunterhalt mit seiner athletischen Leistungsfähigkeit bestreitet. Fitness und Gesundheit gehen oft Hand in Hand. Aber Gesundheit ist das HAUPTZIEL. Es ist möglich, augenscheinlich fit zu sein, aber ungesund (Schmerzen, Krankheit, Mangelernährung). Daher müssen wir zunächst an die Gesundheit denken. Dann kümmern wir uns um Fitness und Leistungsfähigkeit [und Ästhetik (Anm. d. Übersetzers)].

Sicher gibt es einige Fälle, in denen Menschen ihre Gesundheit für eine herausragende Leistung opfern (zB. indem jemand sein Fußgelenk taped und weiterspielt, weil er der Star Quarterback seines Footballteams im Endspiel um den Superbowl ist). Wie du sehen kannst, sind das herausragende Einzelfälle. Also konzentrier dich zuerst auf deine Gesundheit.

Der wirklich coole Teil ist, dass gesund zu sein dir hilft, dein Potenzial auszuschöpfen, da negative Effekte von Stress und Krankheit ausbleiben. Wenn du Schmerzen hast oder ungesund bist, passieren in der Regel folgende Dinge:

1) Cortisol (Stresshormon) ist durch den Schmerz dauerhaft erhöht und reduziert Wachstumshormone, Testosteron, die Fähigkeit zur Erholung, Kraft usw.
2) Schmerz wirkt deprimierend und kann mit der Zeit zu psychischen Veränderungen führen. Vermeide eine gedankliche Verbindung zwischen Training und Schmerz!
3) Wenn du Schmerzen fühlst, kompensiert dein Körper, indem er dich schwächer und/oder verspannter macht, damit du dich nicht noch weiter kaputt machst. Das ist natürlich das letzte, was du willst.
4) Grundlegende Nährstoffmängel können ebenfalls ein Faktor in reduzierter Gesundheit (und dadurch Leistungsfähigkeit) sein und zum Ausbrennen führen. Ein einfacher Vitamin D Mangel, [ein echter Klassiker in dieser Jahreszeit und unserer Region (Anm. d. Übersetzers)] kann zu schnellerer Muskelermüdung, Kraftverlust und sogar Depressionen führen.

Sei dir fortan dessen bewusst, dass Gesundheit nicht nur die notwendige Bedingung für Fitness und Leistungsfähigkeit ist, sondern neben der allgemeinen Lebensqualität deine Leistungsfähigkeit schlicht und einfach erhöht.

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Gesunder Menschenverstand

Hier ist eine kleine Liste von Regeln des gesunden Menschenverstandes, die du auf dein Training anwenden solltest:

1) Wenn es weh tut, lass es.
2) Versuch nicht, eckige Klötze durch runde Öfnnungen zu stopfen.
3) Mehr Gewicht bedeutet nicht besser!
4) Mehr Volumen bedeutet nicht besser!
5) Deine persönlichen Ziele sind DEINE persönlichen Ziele
6) Du MUSST gar nichts

Trotzdem bist du ein Sportler!

Die überwiegende Mehrzahl der Trainierenden möchte die folgenden Dinge in genau dieser Reihenfolge:

1) Besser aussehen
2) Körperfett reduzieren und Muskelmasse erhöhen (s. #1)
3) Sich besser fühlen
4) Stärker werden

Es ist wichtig, sich dieser Tatsache bewusst zu sein. Und selbst, wenn du in keine dieser Kategorien fällst, bist du dennoch ein SPORTLER; du spielst nur in einer anderen Sportart.
Vielleicht willst du 10kg abnehmen, oder die Treppen nach oben kommen, ohne nach dem ersten Treppenabsatz schon zu keuchen. Wir alle haben ZIELE. Und wir sollten sie mit der gleichen Ernsthaftigkeit verfolgen, mit der Profisportler IHRE Ziele verfolgen.

Beschaffe dir das nötige Wissen, greif deine Ziele an. Was du tun musst, ist, gesund sein. Und dich besser bewegen.“
Text im Original von Max Shank, Master RKC

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Darts photo courtesy of Bogdan Suditu (Creative Commons License)